Waldameise
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 Alles ist Mitteilung
 in der Natur
 Bettina von Arnim


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In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
Fanny Lewald








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Beliebt

sind sie wahrlich nicht unter den Gartenfreunden. Aber es gibt welche in meinem Garten, die dürfen gerne naschen. Ich freu mich sogar, wenn ich sie irgendwo entdecke mit ihrem hübschen Häuschen ...



Sieht es nicht lieb aus, das kleine Schneckenhäuschen auf dem Stein?

Jetzt wollte ich nachschauen, um welche Art es sich handelt und entdecke diese interessante Beschreibung. Es handelt sich um die Garten-Bänderschnecke. Sie sind gar keine Schädlinge. Dachte ich es mir doch. Ein so schönes kleines Tier ... wie mich das freut. Also lasst sie bitte am Leben, falls sie auch bei euch durch den Garten schleimt.

Waldameise 15.05.2012, 22.57 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gesehenes

Maler

Der Frühling ist ein Maler,
er malet alles an,
die Berge mit den Wäldern,
die Täler mit den Feldern:
Was der doch malen kann!

Auch meine lieben Blumen
schmückt er mit Farbenpracht:
Wie sie so herrlich strahlen!
So schön kann keiner malen,
so schön, wie er es macht.

O könnt ich doch so malen,
ich malt ihm einen Strauß
und spräch in frohem Mute
für alles Lieb und Gute
so meinen Dank ihm aus!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben


Waldameise 14.05.2012, 23.31 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gefühltes

Im Walde

Hier an der Bergeshalde
Verstummet ganz der Wind;
Die Zweige hängen nieder;
Darunter sitzt das Kind.

Sie sitzt im Thymiane,
Sie sitzt in lauter Duft;
Die blauen Fliegen summen
Und blitzen durch die Luft.

Es steht der Wald so schweigend,
Sie schaut so klug darein;
Um ihre braunen Locken
Hinfließt der Sonnenschein.

Der Kuckuck lacht von ferne,
Es geht mir durch den Sinn:
Sie hat die goldnen Augen
Der Waldeskönigin.

Theodor Storm


Waldameise 12.05.2012, 17.34 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gefühltes

Wer suchet ...

Auch wer um die ganze Welt reist,
um das Schöne zu suchen,
findet es nur,
wenn er es in sich trägt.

Ralph Waldo Emerson



Ich mag die Verse von Ralph Waldo Emerson. Er spricht mir so oft aus dem Herzen oder erinnert mich daran, was wirklich zählt im Leben.

Den Frühling so wundervoll und tausendfach schön empfinden zu können, mit jedem Grashälmchen, jedem Blümchen, jedem Hummelchen und Schmetterling ... und so endlos vielem mehr  ... welch ein Geschenk. Ich bin so reich. Was kann es schöneres geben, als so empfinden zu dürfen? Diese unsichtbare zarte Macht, die mich nach draußen drängt, um all das wahrzunehmen ... wie gern ich sie drängen lasse.
Ehrfurcht und Dankbarkeit spür ich tief in mir. Ist das schön.



Den Augenblick zu nützen,
bei jedem Schritt auf dem Wege an den Abend zu denken,
die größtmögliche Zahl glücklicher Stunden zu verleben.

Ralph Waldo Emerson




Dass ihr am Wochenende das findet, wonach ihr sucht,
das wünsche ich euch.
Und sucht ihr nichts, dann soll es euch finden ... das Schöne.

Liebe Grüße von eurer Waldameise



Waldameise 11.05.2012, 18.39 | (16/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gefühltes

Feierabend

Wenn sich im Tal die Sonne senkt,
der Sepp den Traktor heimwärts lenkt.

(c) Waldameise



Waldameise 09.05.2012, 17.21 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gesehenes

Überladen

An einem Tag von erster Güte,
die Wiese stand in voller Blüte,
wollte die Hummel nicht mehr warten
und flog hinaus in Susis Garten.



Die Blümchen ragten aus dem Gras,
so macht das Sammeln doppelt Spaß.
Von hundert Blüten staubt sie ab,
beim Glockenblümchen macht sie schlapp.



So reichlich sie sich auch bemühte,
sie passte nicht mehr in die Blüte.
Den Grund, den fand sie gar nicht toll:
die Pollenhöschen waren voll.

(C) Waldameise



Waldameise 07.05.2012, 18.54 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gelachtes

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Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
Friedrich Ratzel





In den Wäldern sind Dinge,
über die nachzudenken

man jahrelang
im Moos liegen könnte.
Kafka








Die Erinnerung ist
das einzige Paradies,
aus dem man nicht
vertrieben werden kann.
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