Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
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     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Tag: Feld

    Trotz Sturm und Regen ...

    ich liebe diese Jahreszeit. Sie ist die meine. Und ich liebe den Mai, auch wenn er sich nach April und manchmal sogar nach Januar anfühlte.



    Das Grün - dieses liebe, wunderbare, unwiderstehlich bezaubernde Grün, allein darin bin ich total verliebt. Jedes Jahr aufs neue.



    Nach dem milden Winter und dem vielen Regen scheint es besonders üppig in Erscheinung zu treten. Oder meine ich das nur? Keine Ahnung, für mich ist es jedenfalls immer wieder überwältigend, was da plötzlich wie aus dem Nichts heranwächst.



    Die Blütezeit der Obstbäume ist leider schon vorbei, dafür holen die Frühlings- und Sommerblümchen schnell auf und verwöhnen uns mit ihrem Liebreiz.



    Wo man auch hinschaut, überall sprießt und blüht es in den schönsten Farben.

    Manchmal auch mitten auf einem Schotterweg ...



    Es ist wunderbar, ... aber kein Wunder, dass ich mich hier so rar mache. Es tut mir leid, aber ich habe eh meine liebe Not, all die Momente aufzunehmen, die sich mir verlockend vor die Türe legen.



    Der Tag müsste 48 Stunden haben und wär dennoch zu kurz, um all die Pracht genießen zu können, bevor sie wieder verblasst. Und sagt jetzt nicht, alles habe seine Zeit und der nächste Frühling kommt bestimmt. Denn ob das so ist, kann leider niemand mit Bestimmtheit sagen.



    Die Vögelchen mit ihrem lieblichen Gesang, weiße Schäfchenwolken am blauen Himmel, duftetende Wiesen, Blümchen, Hummeln und Regenbögen, ... alles alles lockt mich nach draußen.



    Es gibt Stunden, die hinterlassen Spuren für die Ewigkeit.
    Zu denen gehören vor allem auch solche Abendstunden, wie jene, von denen ich euch auch ein paar Fotos mitgebracht habe.



    Unvergleichlich schön, dieses Licht, diese Farben, die Stimmung ... so einmalig.

    Ich bin so dankbar dafür, dass ich sie erleben durfte.



    Manchmal passt einfach alles.



    Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, das ist wahres Glück!



    Bis zum nächsten Mal dauert es sicher wieder ein Weilchen. Aber ihr wisst ja, wo ihr mich noch finden könnt, wenn ihr mögt.



    Dass ihr den Frühling (oder auch den reinlinsenden Sommer) mit all euren Sinnen genießen könnt und sich eure Körper und Seelen dabei so richtig erholen , wünscht euch mit lieben Grüßen ...

    eure Waldameise!



    Winkewinke bis zum nächsten Mal ...

    Waldameise 16.05.2014, 19.24 | (32/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Nebelgeister

    Heute möchte ich euch erzählen, wie ich den Herbstbeginn erlebt habe. Das war so ...

    Am frühen Sonntagmorgen ging ich in Richtung Wald, um den Herbst zu begrüßen.



    Jedoch ... wohin ich auch sah, ich konnte ihn nicht entdecken.

    Viele viele listige, zu Streichen aufgelegte Nebelgeister versuchten offenbar, dies zu verhindern.
    Wann immer die liebe Sonne zwischen den Ästen der Bäume hindurchblinzeln wollte, kamen Nebelgeisterchen und versperrten ihr die Sicht.



    Zudem schien es ihnen einen mächtigen Spaß zu bereiten, die Wiesen und abgeernteten Felder, ja sogar mein Haar mit ihrem Nebelspray zu befeuchten.



    Etwas betrübt lief ich in den düsteren Wald und seufzte so vor mich hin.

    Zu gern hätte ich den Herbst willkommen geheißen.



    Plötzlich ein Flüstern.

    Ganz in meiner Nähe ... hinter der großen Buche, die der letzte Sommersturm übel zugerichtet hatte.

    "Pssst ... pssst" ... hörte ich ein schwaches, rauchiges Stimmchen ...

    "weißt du denn nicht, dass wir Nebelgeister die Kinder des Herbstes sind?"



    Richtig, wie konnte ich so dumm sein, das du vergessen?!
    Er hatte seine Kinder nur vorgeschickt, weil sie gar so drängelten.



    Ich sammelte ein paar heruntergefallene Blätter, Eicheln und Tannenzweige und bedankte mich - nun voller Freude - für die schönen Mitbringsel.



    Waldameise 26.09.2013, 19.26 | (38/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Spätsommerschnipsel

    Waldameise 19.08.2013, 20.47 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Übers Land

    Wenn ihr mögt, dürft ihr mich heute gern bei einer leichten sommergerechten vormittäglichen Wanderung übers Land begleiten.
    Keine Angst, es ist noch nicht so heiß. Zudem weht uns ein angenehmes, hitzedämpfendes Lüftchen um die Nase, das dafür sorgt, dass uns die Lust an diesem Sommer nicht vergeht.



    Hier oben auf dem Hügel beginnt unsere kleine Wanderung. Die Sicht ist heute nicht besonders gut, es ist sehr diesig. Ein Zeichen, dass das Wetter so bleibt.
    An manchen Tagen kann man von hier sogar die Berge sehen. Heute hat sie der Dunst verschluckt ... die Luft flirrt.
    Schwälbchen kreischen ... Schmetterlinge flattern lustig umher ... was für ein herrlicher Sommermorgen.



    Ein leichter Wind weht hier oben fast immer, deshalb heißt die Gegend auch "Allewind".
    Ich bin sehr gern hier, um meine Blicke in die weite Ferne schweifen zu lassen ... auf das Münster, "unseren" Wasserturm, das Erbacher Schloss ... und noch viel viel weiter ins Voralpenland hinein.
    Wenn interessante "Wetter" am Entstehen sind, z.B. wenn sich eine Gewitterfront  nähert, ist es an diesem Ort ganz besonders spannend. Das Himmelsschauspiel ist einfach faszinierend. Aber nur aus der Ferne, ... denn rückt es erstmal gefährlich nah, ist es wohl besser, sich in Sicherheit zu bringen.



    Aber lasst uns weiter gehen. Heute ist der Himmel wolkenlos, da ist nichts zu befürchten.
    Ihr seht ja, dass die Schatten bereits immer kürzer werden und das reife Feld schon in der "vollen" Sonne liegt. Nicht mehr lange, und sie hat auch mit uns kein Erbarmen mehr. Dann wär ein Strohhut nicht schlecht.



    Die Erntemaschinen sind auch schon unterwegs. Wir sind mitten im Hochsommer. Ich liebe diese Atmosphäre. Irgendwie erinnert sie mich immer besonders intensiv an meine Kindheit, in der ich viel mit meiner Großmutter über solche Wege gewandert bin.
    Vorbei an herrlich nach Stroh und Kamille duftenden Feldern und Äckern mit den vielen Wildblümchen am Wegesrand ...



    ... denen ich - wie ihr wisst - besonders zugetan bin.

    Jaaa, das ist es ... das ist ... S O M M E R !



    Erstaunlich, wie filigran manche Blüten sind. Besonders die von Gräsern. Selbst an diesen winzigen Hälmchen kann ich nicht vorbeigehen, ohne sie eines verliebten Blickes zu würdigen.
    Ich mag es so sehr, wie sie sanft im Wind schaukeln, wie kleine Wellen im Meer. Das hat so etwas friedliches ...
    Lasst euren Blick doch mal ein wenig länger auf den Fotos ruhen und versucht, euch in die Situation hineinzudenken. An diesen schönen Moment, als die Fotos entstanden.



    Langsam steht die Sonne direkt über uns. Ich glaube, es ist vernünftiger, nun den Heimweg anzutreten. Zumal hier auf den Feldwegen kaum Schatten zu finden ist.
    Höchstens da unten unter dem großen Baum ...



    Hmm, welch süßlicher Duft uns entgegen strömt. Ich glaube, es ist eine Linde.

    Ja, richtig ... und hört nur, ... was für ein Gesummbrummseln, wenn man darunter steht ...



    Bienchen und Hummeln im Paradies. Ein schönes blütenzartes Abschlusskonzert am Ende unseres Weges.

    Ich hoffe, euch hat der kleine sommerliche Ausflug übers Land gefallen. Dann vielleicht bis zum nächsten Mal.

    Dass ihr weiterhin viel Freude an den schönen Seiten des Sommers habt, wünscht euch ...

    eure Waldameise!


    Waldameise 31.07.2013, 15.54 | (27/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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