Waldameise
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    Einträge vom: 24.04.2008

    Der Eindringling

    Hihi, dachte ich mir doch, dass der Streit zwischen Elster und Rabe und die Zutaten eines simplen Gemüseauflaufs nicht unbedingt die Themen sind, die von brennendem Interesse für euch sind. So stand für mich auch nicht zu befürchten, dass die Vorenthaltung ausführlicher Berichte darüber schwerwiegende Wissenslücken hinterlassen könnten.

    Anders sieht das aus bei meiner Andeutung über das überaus dreiste, spektakuläre nächtliche Eindringen eines Fremden in unser Schlafzimmer.

    Nun gut, dann will ich euch mal von meinem Schockerlebnis nach Mitternacht erzählen. Wenn ich nur daran denke, fangen meine Zähne an zu klappern ... ;-)
    Also ...
    da ich ein äußerst frischluftbedürftiger Mensch bin, steht bei uns im Schlafzimmer das Fenster meistens offen. Auch mag ich die Geräusche der Nacht. Ich meine jetzt die von draußen, die die monotonen Schnarchgeräusche herinnen ein wenig übertünchen und mich leichter einschlafen lassen.

    Eines Nachts muss unser Katerle davon Wind bekommen haben, dass da oben eine Zugangsmöglichkeit besteht.
    So dachte sich das schlaue Tier, warum bis zum Morgen warten, bis sich endlich einer an die Haustür bequemt und den Weg zum Fressnapf freigibt. Das kann ich leichter haben, schlussfolgerte er, sprang aufs Dach, das zum Schlafstubenfenster führt, und durch selbiges hindurch ins Schlafzimmer.

    Dass mein strenges und vorwurfsvolles "Was erlaubst du dir - das darfst du doch nicht!!!" (ob der Interruption meines Schlafes) nicht den Weg ins Katerhirn fand, vermutete ich spätestens in der dritten Fenster-Einstiegs-Nacht in Folge.

    Seitdem sind nun schon viele Wochen vergangen, in denen ich mich jede Nacht schlafwandelnd zur Tür schiebe, um das eingedrungene Tier rauszulassen.
    Denn dass er mit den schmutzigen Pfoten nicht ins Bett darf, akzeptiert er großzügig und versucht es auch gar nicht erst. Er weiß, das ist tabu. Für ihn dient unser Schlafzimmer lediglich als Durchgangszimmer.

    In der Nacht zum Dienstag passierte nun Folgendes ...

    Wie immer hörte ich nach Mitternacht den katerlichen Sprung vom Fensterbrett ins Zimmer und wollte meinen schlaftrunkenen Körper schon - wie gewohnt - im Dunkeln zur Tür schleppen, um den Eindringling rauszulassen.

    Aber sofort spürte ich, dass etwas anders war als sonst.
    Da sprang das Tier auch schon in unser Bett ... ich schreckte hoch, schimpfte und schob es runter. Nun war ich hellwach und machte Licht.

    Und da sah ich ihn, den fremden Kater ... einen rothaarigen mit blauem Halsband und Glöckchen, der wohl auch nicht erst bis zum Morgen warten wollte, um an sein Frühstück zu gelangen.

    Bereitwillig verliess er unser Schlafzimmer, bevor ich die Polizei rufen konnte ... hihi ;-)



    Das war es also, mein nächtliches Erlebnis mit dem Fremden in unserem Schlafzimmer. Ich hoffe, ihr seid nun nicht enttäuscht.
    Für den Rest der Woche muss ich mich schon wieder von euch verabschieden. Die Tage sind ausgefüllt mit Arbeit und wenn das Wetter so schön wird, wie vom Wettermann versprochen, dann werden wir auch die paar Lücken zu füllen wissen.
    Alles Liebe euch, genießt den Frühling in vollen Zügen ...

    ... bis bald :-)

    Waldameise 24.04.2008, 19.40| (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gefürchtetes

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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