Waldameise
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 in der Natur
 Bettina von Arnim


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In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
Fanny Lewald








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Einträge vom: 13.08.2012

Der Sommer ...

geht in die nächste (vielleicht letzte?) Runde. Noch kann ich also meiner Sammelleidenschaft frönen und alles aufsammeln, was er uns in seiner Großzügigkeit vor die Füße legt, in die Landschaft webt oder in den Himmel hängt. Teppiche aus Sommerblumen und Stoppelfeldern, grüne stachelnadlige Waldtapeten, Wattewölkchen-Windspiele und ... meine schönsten Sammelobjekte ... Abendstimmungen.
Ach, und nicht zu vergessen all das, was er mir ins Ohr zwitschert. Hummelbienengesummsel ... Vogelherzschmerzsongs ... Grillengezirpe. Wie ich es liebe.



Schön ist es, all diese Stimmungen aufnehmen zu können, ... ich mag es ... genieße es, obwohl sie immer von diesem Schmerz begleitet sind. Diese Traurigkeit, die ich in den scheinbar schönsten Momenten in meinem Herzen spüre. Vorallem in den ganz stillen, in denen ich mich ein wenig einsam fühle ... verlassen. Das wird nie ganz aufhören, ich weiß es. Es gehört halt dazu, wie die Erinnerungen, die mir bleiben und für die ich genauso dankbar bin, wie dafür, immer noch Freude an all diesen wundervollen Dingen empfinden zu dürfen. Welch ein Glück, welch ein großes, unvergleichliches Glück. So danke ...



Die Abendstimmung nach einem Gewitter ist etwas wundervolles. Die letzten Wolkenfetzen ziehen durchs Tal und werden vom Abendlicht mild angestrahlt. Die Erde ist dampfig und entwickelt diesen einmaligen Geruch, den ich so mag. Von den Blättern der Bäume tropft aufgesammelter Gewitterregen ... und ich lausche ... etwas ist anders ... es ist die Ruhe nach dem Sturm ...



Ist es einer der Momente, in denen einem das Leben etwas vorgaukelt? Eine heile, schöne Welt. Ist es wirklich so? Ist das wirklich eine Täuschung? Das kann nicht sein. Diese kleinen Welten haben ihren Sinn. Geschaffen für die Sinne, die man uns mitgegeben hat. Dem einen mehr, dem anderen weniger. Ich wünschte nur, es würden mehr Menschen erkennen, dass das Kostbarste auf Erden unbezahlbar ist. Und ich wünschte uns allen mehr Möglichkeiten, das begreifen zu lernen.



Es ist ungewöhnlich ruhig da draußen. In vielen Häusern sind die Rollläden herunter gelassen. Urlaubszeit.

Wo auch immer ihr diese Zeit verbringen mögt ... zuhause oder irgendwo in der weiten Welt ... ich wünsche euch eine schöne, sorgenfreie und erholsame Zeit ... mit Eindrücken für all eure Sinne.



Waldameise 13.08.2012, 21.16 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gelebtes

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Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
Friedrich Ratzel





In den Wäldern sind Dinge,
über die nachzudenken

man jahrelang
im Moos liegen könnte.
Kafka








Die Erinnerung ist
das einzige Paradies,
aus dem man nicht
vertrieben werden kann.
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