Waldameise
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    Ausgewählter Beitrag

    Selbstgespräch

    Du denkst zuviel an gestern. So sehr du dich auch danach sehnst, du wirst nie wieder Kind sein ... wirst niemals wieder im Garten deiner Großmutter spielen und dabei die Welt um dich herum vergessen. Du wirst nie wieder den Kopf so frei haben, wie damals, als so viele märchenhafte Gedanken deinen Tag begleiteten ... als du zu den weißen Wattewolken fliegen konntest, ein kleines graulockiges Foxl hattest und auf dem nächtlichen Nachhauseweg vom Schwimmtraining mit dem Himmel in Verbindung standest, damit er - der Mann im Mond - dich beschütze.

    Du denkst zuviel an morgen. Du denkst zuviel "Was wird sein, wenn ... ?"
    Du hast weder große noch kleinere Erwartungen, nur Ängste, viel zu viele Ängste ... und an guten Tagen vielleicht auch ein wenig Hoffnung.
    Du denkst zuviel "Was hätte sein können, wenn ... ?" Dein Mann wird nicht wiederkommen, niemals mehr. Aber er hat dir soviel zurückgelassen ... wo du auch hinschaust, überall sind seine Spuren. Und ich hör ihn zu dir sagen ...

    Denk nicht soviel an gestern und morgen. Lebe ... HEUTE.

    Waldameise 28.09.2010, 16.58

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    Kommentare zu diesem Beitrag

    17. von Sara

    Hallo liebe Waldameise,
    von Irmgard bekam ich den Tipp und finde es sehr schön hier! :soblum:

    Ich glaub' diese Gedanken kennen wir alle von Zeit zu Zeit. Wichtig ist, sie nicht überhand nehmen zu lassen, damit man tatkräftig für den Alltag bleibt.
    Dazu muß man sich manchmal ein wenig selbst überwinden.

    Herzliche Grüße
    Sara




    vom 04.10.2010, 12.19
    16. von Fred

    Eine Träne kullerte gerade liebe Waldameise, ach du, recht hat er doch, lebe HEUTE.
    Die Spuren sind immer und überall, die tun ganz doll weh wenn man sich den Gefühlen hin gibt. Manch einer sagte mir, negative Gedanken mit postiven Gedanken entgegen zu treten, doch ich denke man muss einfach die Stimmungen aushalten auch wenn es noch so weh tut, denn nur so bist du ihm ganz nahe. Dann spürt er dich ganz doll.
    Der Eintrag macht mich sehr betroffen, ach ja und noch eine kullerte gerade.

    Liebe Grüße, Fred

    vom 30.09.2010, 19.00
    15. von Elke

    Liebe Andrea,
    der letzte Satz ist natürlich wunderbar. Aber es ist wohl ganz natürlich, wenn einem gerade in Zeiten wie deiner Vieles durch den Kopf geht. Das kenne ich auch, inzwischen grübele (ich glaube, dass du unter "denken" eher grübeln verstehst)ich weit weniger als früher. Aber denken im sinne von "sich erinnern" das ist doch in Ordnung, finde ich.
    Lieben Gruß
    Elke

    vom 30.09.2010, 13.35
    14. von Lemmie

    Liebe Andrea!
    Ich denke gerne an meine Kindheit zurück, an meine Träume und Hoffnungen. Doch ich bin nicht traurig, weil mein Leben sich so gestaltete wie es war und ist.
    Es ist mein Leben, das mich prägte und wodurch ich so wurde, wie ich jetzt bin. Und ich bin zufrieden und freue mich über jeden Tag, den ich gesund erleben darf.
    Diesen Schmerz, den Du erlitten hast, habe ich zum Glück nicht verspürt. Doch denke ich, dass euer gemeinsames Leben schön und erfüllt war. Dafür bist Du sicher dankbar, und froh über jede Spur, die er Dir hinterlassen hat. Versuche mit einem Lächeln an die gute Zeit zurück zu denken.
    Lieben Gruß
    Lemmie

    vom 29.09.2010, 18.28
    13. von minibar

    Oha, immer diese Gedanken an morgen. Doch ohne würde manches am folgenden Tag nicht vorbereitet sein.
    Also ein wenig vorausdenken ist wohl angebracht.
    Natürlich weiß ich, was die plagt.

    Gestern abend war es neblig, heute morgen auch noch. Doch ich merkte, dass die Sonne herauskommen wollte. Und ich freute mich so sehr. Erst war sie nur fahl zu erkennen, doch kurze Zeit später, ja da hatte sie es geschafft.

    Solche Augenblicke bedeuten mir, dass ich zufrieden bin und glücklich.

    Dein Mann sagt dir immer noch genau, was gut für dich ist, ist das nicht wunderbar?

    vom 29.09.2010, 13.56
    12. von Irmgard

    Liebe Andrea,
    Diese Selbstgespräche habe ich auch oft im Kopf. Deine sind weiser als meine :zwinki:
    Ich muss auch oft daran denken, wie unbeschwert ich als Kind war. Wo ist diese Unbeschwertheit auf der Strecke geblieben??
    Dein Selbstgespräch ist wohl auch - wenn ich den unteren Teil lese - auch ein Zwiegespräch mit Deinem Mann. Er muss dazu nicht mehr körperlich anwesend sein. Ich halte auch manchmal Zwiesprache mit Verstorbenen, rede mit ihnen. Da Du weißt, wie Dein Mann gedacht und gefühlt hat, weißt Du auch, was er Dir geraten hätte.
    Ja, in der Gegenwart sollten wir mehr leben. Oft lässt mich Vergangenes nicht "aus den Klauen" und verfolgt mich. Oder ich sorge mich um die Zukunft, die doch so gar nicht eintreten muss, wie ich sie mir ausmale.
    Im Jetzt zu leben, haben wir als Kinder noch geschafft. Weil uns die Eltern die Sorgen um den Alltag abgenommen haben. Jetzt macht es im Hinterkopf ständig "ratter-ratter-ratter" und selten kann ich es abstellen. Doch zuweilen, wenn ich lese, tauche ich in andere Welten ein und die Zeit bleibt stehen. Auch wenn ich in anderen Blogs bin und mich die Geschichten und Bilder gefangen nehmen, bin ich in einer anderen Welt und negative Gedanken haben keine Macht mehr über mich.
    Grade merke ich, dass ich einen Teil meines Kommentars, als Anregung von Dir, zu einem kleinen Beitrag von mir machen kann - danke für Deine Impulse, die Du mir immer gibst! :knuddel:
    Deine Seite gibt mir immer viel, weil Du Dich nie zu Boden drücken lässt und nie aufgibst. Diese positive Haltung ist es, die aus allen Deinen Beiträgen und Deinem Blog spricht.
    Dir liebe Grüße, auch an einem bedeckten kühlen Tag,
    Irmgard :soblum:

    vom 29.09.2010, 10.22
    11. von Katinka

    Liebe Ameise,
    das sind sehr schöne, nachdenklich machende Worte.
    Ich denke, fast alle Erwachsenen denken zuviel nach und machen sich zu viele Gedanken über Dinge, die vielleicht gar nicht eintreffen. Leider ist das so, denn es nimmt uns einen großen Teil Unbeschwertheit.

    Folge den Worten Deines Mannes, er hat Recht. Es ist bestimmt sehr schwer, aber nur so kannst Du versuchen, wieder glücklich zu sein. Natürlich braucht es Zeit.

    Liebe Grüße zu Dir und Danke für Deinen lieben Kommentar
    Katinka

    vom 29.09.2010, 09.30
    10. von katerchen

    Versuche es Waldameise..aber alles braucht seine Zeit
    Das schlimme ist..er ist immer da..nur er ist nicht fassbar..
    LG vom katerchen

    vom 29.09.2010, 08.35
    9. von Oskar Unke

    Hallo kleine Waldameise,

    Habe Geduld -
    mit allem Ungelösten in deinem Herzen und versuche, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die dir nicht gegeben werden können, weil du sie nicht leben kannst. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen. Vielleicht lebst du dann allmählich, eines fernen Tages, in die Antwort hinein.
    Diesen schönen Worten von Rainer Maria Rilke möchte ich nichts hinzufügen.

    VG
    Oskar :glueck:

    vom 28.09.2010, 23.06
    8. von Irmi

    Liebe Andrea,
    folge "seinen Worten". Mein Mann ist jetzt über 4 Jahre tot. Aber glaube mir, ich halte auch heute noch Zwiesprache mit ihm. Frage mich, wie er wohl entschieden hätte.Das wird wohl immer so bleiben. Und trotzdem versuche ich zu leben. Es wird mit der Zeit immer leichter.
    Liebe Grüße
    Irmi


    vom 28.09.2010, 22.33
    7. von Ocean

    Liebe Andrea,

    so bekannt kommt mir das vor .. genau diese Gedanken und Gefühle und Sehnsüchte in die Vergangenheit, und dann wieder das Sich-im-Voraus-Sorgen und die Ängste ..

    Es ist schwer, dagegen anzugehen, aber allein schon durch solche Selbstgespräche und dass du dir diesen entscheidenden letzten Satz sagst - kommst du ein wichtiges Stück vorwärts. All die Spuren ..es schmerzt, sie zu sehen, aber genau durch sie spricht dein Mann auch zu dir ..auf vielerlei Weise. So ähnlich wie in dem Song von Unheilig .. "..denn du hast mir gezeigt, wie wertvoll mein Leben ist .."


    Zuviel Sehnsucht in die Vergangenheit und zuviel Sorge im voraus .. und ich denk dann zum Beispiel an den Spruch aus einem Zimmer-Bradley-Roman:

    "Lerne dem Falken das Fliegen, wenn seine Schwingen gewachsen sind" ..

    Die Erinnerungen - sie können auch ein Refugium sein - wenn du auch nicht real in die Vergangenheit zurückkehren kannst, so bewahrst du das dort Erlebte doch immer in dir auf, und kannst auf dem Weg "zurückkehren" in das Patchwork deiner Erinnerungen. Und ist nicht letztlich fast alles Erinnerung?

    Ausser dem Gegenwartsmoment - der auch so kostbar ist.

    oh ..ich verzettel mich :zwinki: :knuddel: wie immer sind deine Zeilen so inspirierend und berührend. Ich denk fest an dich und schick dir ganz liebe Abendgrüsse im Jetzt, genau JETZT :knuddel: :knuddel:
    deine Ocean

    vom 28.09.2010, 20.51
    6. von Sandy

    Liebe Andrea-Waldameise,

    das ist so wunderbar geschrieben.
    Und ich finde, daran sollte sie jeder halten. An das Leben - hier und jetzt und heute! Und daran, dass man sich erinnert. Solange man sich erinnert, ist alles gut!

    Liebe Grüße
    Sandy

    vom 28.09.2010, 19.47
    5. von Maccabros

    Vergese NIE, wie es war ein Kind zu sein, bewahre Dir Deine Erinnerungen, Deine Phantasie, Deine Träume, Deine Liebe, den sie sind es, die uns ausmachen, die uns bilden, die Essenz Deiner Seele und Deines Herzens...

    Ganz liebe Grüße

    Maccabros

    vom 28.09.2010, 18.55
    4. von landgeflüster

    Es klingt so wunderbar, liebe Andrea, und es wäre schön, wenn es so einfach wäre... Ich wünsche Dir alles Liebe und sende viele Grüße, Eva

    vom 28.09.2010, 18.14
    3. von stellinger

    Liebe Waldameise,

    allzu leicht verfällt man ins Grübeln und kommt nicht mehr davon los. Besonders abends, vor dem Einschlafen, fahren die Gedanken Karussell.

    Liebe Grüße an Dich
    Jürgen

    vom 28.09.2010, 17.50
    2. von Träumerle Kerstin

    Ja, Worte sind manchmal schnell und einfach ausgesprochen. Sie umzusezten ist oftmals viel schwerer.
    Einen lieben Gruß schick ich zu Dir, Kerstin. :knuddel:

    vom 28.09.2010, 17.48
    1. von Ellen

    Oh ja, liebe Waldameise. Aber das ist manchmal so sehr schwer.
    Umärmels!
    Ellen

    vom 28.09.2010, 17.11
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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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